Verlässliche Stromversorgung für kongolesische Schule
Wie lernt man für die Schule? Aus Büchern. Wo findet man Informationen? Im Internet. Das ist in Afrika genauso wie hier bei uns. Für beides braucht man Strom, zumindest wenn man abends über den Büchern brütet. Strom ist damit eine wichtige Voraussetzung für Bildung und Wissen.
In einer Schule in der Republik Kongo – wie in vielen anderen Schulen auf dem afrikanischen Kontinent – gab es bis vor kurzem keine ausreichende Stromversorgung. Die Schule, in der die 80 Schüler auch wohnen, hatte nur Strom zur Verfügung, wenn sie ihren Generator hat laufen lassen – jeden Abend für etwa drei Stunden.
Danach gab es einfach keinen Strom mehr. Kein Licht zum lernen, keine Möglichkeit, an den Computern zu unterrichten oder diese zu nutzen. Essen konnte nicht verwahrt werden. Und auch eine Beleuchtung des Geländes, die zusätzlich zur Sicherung vor Einbrüchen dient, war nicht möglich.
All das ist jetzt möglich. Denn Gehrlicher hat zusammen mit dieser Schule eine Solaranlage aufgebaut, die genug Strom produziert, um das Computerlab und einen Kühlschrank betreiben zu können und die Wohn- und Arbeitsräume sowie das Schulgelände zu beleuchten. Der Unterricht im Computerlab findet inzwischen zur normalen Tageszeit statt und die Schüler können auch noch lernen, wenn es Dunkel ist, ohne sich bei schlechtem Licht aus Taschenlampen die Augen zu verderben.
Projektleiterin Elisa Stute: "Gehrlicher hat in diesem Projekt große Eigeninitiative seitens der Schule eingefordert. Denn ein starkes Interesse der Schule an der Anlage sehen wir als Voraussetzung dafür, dass die Anlage auch in Ordnung gehalten wird und damit tatsächlich und dauerhaft eine Verbesserung der Bildungschancen darstellt."
Zusätzlich lehrt die Solaranlage eine nachhaltige Lebensweise: Solarenergie statt Generatorstrom ist gut für die Umwelt, stinkt nicht und macht keinen Lärm. Bewusster Umgang mit begrenzten Strommengen fördert das Nachdenken über die Endlichkeit von Ressourcen.
Wenn nur ein Teil der Schüler diese Denkweise während ihrer Schulzeit vermittelt bekommt, ist das Projekt ein weiterer Schritt in Richtung einer Energieversorgung des afrikanischen Kontinents, die nicht unsere Fehler wiederholt, sondern, statt auf eine Versorgung mit fossiler und nuklearer Energie, auf erneuerbare Energie setzt – und insbesondere auf die dort ständig verfügbare Sonne.
Weitere Informationen zur Arbeit der Abteilung Off-Grid-Solutions in Afrika finden Sie hier.






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